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Kapelle St. Niklausen
Die Kapelle St. Niklausen ist das älteste vollständig erhaltene Gebäude der Gemeinde Kerns. Die 1350 erbaue altgotische Kirche birgt im Chor restaurierte mittelalterliche Wandbilder sowie im Langhaus eine gewölbte Kassettendecke mit Darstellungen aus dem alten und neuen Testament (Armenbibel). Patrone sind: Nikolaus, Maria, Johannes der Täufer, das heilige Kreuz, Apostel und Laurentius.
Der freistehende Glockenturm erinnert an lombardische Campanile.
In die Kapelle St. Niklausen zog sich Niklaus von Flüe oft zurück, um die Fresken mit dem Leiden Christi zu betrachten.
Pfarrkirche Kerns
In der Pfarrkiche Kerns wurde Niklaus von Flüe 1417 getauft. Der Taufstein ist teilweise erhalten (im Kircheninnern).
Die heutige Kirche, erbaut von Baumeister Jakob Singer 1768, zu Ehren der Heiligen Gallus, Magdalena und des Heiligen Kreuz. Nach einem Brand 1813 wurde Chor und Turm in klassizistischem Stil wieder aufgebaut. In der Giebelnische über dem Hauptportal befindet sich eine übergrosse Statue des Niklaus von Flüe von Frauz Abart.

Kapelle Mösli
Die Kapelle im Mösli ist eines der sehenswertesten spätmittelalterlichen Bauwerke Unterwaldens. Bruder Ulrich, ein Priester aus Memmingen, liess sich mit Einwilligung von Bruder Klaus 1469 auf der Kernser Ranftseite nieder. 1484 erfolgte der Kapellenbau. Im Innern: Freskenzyklus aus dem 16. Jh. und Tafelbilder aus dem 18. Jh. mit Darstellungen aus dem Leben von Bruder Ulrich, sowie einer der mutmasslich frühesten Abbildungen von Dorothee Wyss.
Die Kapelle im Mösli wurde 1484 von Bruder Ulrich erbaut und später zu Ehren der Heiligen Bartholomäus, Michael und Anna geweiht.

Wallfahrtskirche Melchtal
Der Ursprung der Muttergottesverehrung im Melchtal geht zurück auf Bruder Klaus. Die erste Muttergottesstatue der Ranftkapelle kam in einer feierlichen Prozession um 1600 ins Melchtal. Die Deckenbilder in der Gnadenkapelle erzählen davon. Hier befindet sich auch eine Reliquie des Ranftheiligen.

Kapelle Chlisterli
Als Niklaus von Flüe 1467 von Liestal kommend zurückkehrte, zog er sich auf die Alp Chlisterli im Melchtal zurück, bevor ihm vier Lichter den Weg in den Ranft zeigten. Dorthin, wo er 20 Jahre als Einsiedler Bruder Klaus zum vielbesuchten Ratgeber und Mittler wurde.
Einfache Bergkapelle, erbaut im 18. Jahrhundert. 1951 mit einem Glockentürmchen ergänzt.

Pfarrkirche Schwendi
Dorothee Wyss dürfte um 1430/2 als Ratsherrentochter in der «Schwändi», in Stalden ob Sarnen, geboren sein. Das genaue Geburtsjahr ist nicht bekannt.
1702 Grundsteinlegung der heutigen alten Kirche. Schätze im Innern sind der Hochaltar, die Seitenaltäre in der alten Kirche, der Tabernakel, eine spätgotische Madonna sowie die Holzplastik Bruder Klaus und Dorothee.
Vor der Kirche: Brunnenfigur «Niklaus und Dorothee» von Hugo Imfeld (1916–1993).

Älggialp – Mittelpunkt der Schweiz
Der geografische Mittelpunkt der Schweiz liegt auf 1645 m auf der malerischen Älggialp. Ermittelt 1988 zum 150-jährigen Bestehen der Schweizerischen Landestopografie. Eine Triangulationspyramide, umgeben von einer kleinen Steinmauer in dem Umriss der Schweiz, markiert den Mittelpunkt. Die Älggialp liegt auf Gemeindegebiet Sachseln.
1820/1 wurde die St. Anna-Kapelle mit angegliedertem Pfarrhaus erbaut. Sie gehört zur Pfarrei Sachseln.

